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Reizung des Fesselträgerursprungs
PferdePhysio
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Anmeldedatum: 22.03.2011
Beiträge: 10

Diese Diagnose erhielten wir in einer Pferdeklinik. Doch der Weg dahin war lang. Rusty lahmte plötzlich sehr heftig. Die erste Lahmheitsuntersuchung meines Tierarztes ergab die Vermutung eines Hufgeschwürs. Die Eisen sollten abgenommen und der Huf gebadet werden. Dazu muss ich jedoch sagen, dass die Hufzange keine eindeutigen Schmerzreaktionen hervorrief (es könnte auch der Unwillen gewesen sein, das Bein herzuhalten) und auch eine Pulsation schien nicht eindeutig vorhanden zu sein. Das Bein an sich zeigte keinerlei Auffälligkeiten: Keine Wärme, keine Schwellung.
Ich entschloss mich bald schon dazu, in eine Klinik zu fahren. Lokalanästhesien wurden durchgeführt, allerdings haben wir es am ersten Tag nicht bis in den entsprechenden Bereich kurz unterhalb des Karpalgelenkes geschafft. Drei Anästhesien dürfen nicht überschritten werden, da ansonsten die Gefahr eines Sturzes besteht. Rusty blieb über Nacht.
Am nächsten Tag konnte die Diagnose dann erstellt werden. Natürlich unter Hinzuziehung von Röntgenbildern und Ultraschall.
Das war ernüchternd.
Sechs Wochen lang sollte ich nachts das Bein mit erwärmter Enelbin-Paste einbandagieren und ansonsten kühlen sowie Dolobene-Gel einmassieren. Die Rehabilitation sah Schritttraining an der Hand auf hartem Boden vor. Am Ende der sechs Wochen sollten es dann zweimal täglich dreißig Minuten sein. Voller Hoffnung, da auch die Lahmheit abgeklungen war, fuhren wir zur Nachkontrolle. Dies taten wir noch zwei weitere Male, so dass insgesamt sechs Monate vergingen.
Die Lahmheit war verschwunden, die Ultraschall-Bilder zeigten aber, dass der Bereich des Fesselträgers sich noch nicht ausreichend erholt hatte. Weiteres Schritttraining mit leichten Trabsequenzen.
Das reichte mir aber nicht. Ich fütterte Iwest Magnoflexal und später Iwest Magnobuild Spezial hinzu. Zuvor auch ein Spezialfutter der Klinik, das sehr teuer gewesen ist.
Rusty bekam Back on Track-Bandagen, denn Wärme ist im späteren Verlauf der Reha sehr wichtig für die Abheilung der Sehne. Blutegel habe ich auch ansetzen lassen. Sie hinterlassen einen durchblutungsfördernden Stoff im Bereich des Bisses, der nachweislich noch Wochen später für vermehrte Durchblutung sorgt.
Ansonsten ist viel Geduld, Disziplin und Konsequenz angesagt.
Heute kann ich sagen: Mit den letztgenannten drei Tugenden ist nichts unmöglich. Rusty hatte ein Jahr Pause.
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