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PferdePhysio
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Anmeldedatum: 22.03.2011
Beiträge: 10

Rusty ist mein "Endlos-Baustellen-Pferd", aber er hatte leider auch kein schönes Leben.
Es fällt mir oft schwer jedes Symptom einem Krankheitsbild zuzuordnen und richtig schwierig wird es, wenn eine neue Baustelle hinzukommt.
Im vergangenen Herbst lahmte Rusty vorne rechts. Leider schwächelte sein Fesselträger wieder. Der TA untersuchte ihn eindeutig und sicherheitshalber wurden wieder Lokalanästhesien gesetzt. Als Rusty und ich dann liefen, um die Einwirkzeit des Narkosemittels herumzubekommen, wankte Rusty mit der Hinterhand. Shocked
Mein TA fragte mich, ob ich das öfter schon beobachtet hätte und zu meiner vollkommenen Überraschung musste ich diese Frage mit "Nein" beantworten. Embarassed
Das hatte Skepsis hervorgerufen und der Doc begann im Anschluss die Reflexe und Nerven zu überprüfen und dachte daran, die HWS zu röntgen. Dafür ist es immer besser, wenn ein Pferd sediert wird, damit es den Hals schön abstreckt und ruhig ist. Da aber noch nicht bekannt war, worunter Rusty nun leidet (was also der Grund für die Ataxie war), wäre das Risiko einer Sedation einfach zu hoch gewesen. Die Ataxie hätte ja auch durch einen Virus verursacht sein können.
Also wurden die Bilder so geschossen, um überhaupt einen Ansatzpunkt zu haben. Tatsächlich kam dabei eine Facettengelenksarthrose im Anfangsstadium heraus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Ataxie auslöste. Mein TA vermutete einen Sturz, etwa auf dem Paddock oder ein Wegrutschen beim Wälzen, der erklären würde, weshalb
a) der Fesselträger wieder sehr gereizt war und
b) die HWS-Arthrose aktiv wurde.
Die Muskeln um die betroffenen Wirbel herum schwollen ein wenig an, so dass Nerven eingequetscht wurden. Also bekam er eine Kortison-Spritze in den Hals und Ruhe verordnet.
GsD haben wir die Zeit gut überstanden und es kam zu keine ataktischen Erscheinung mehr.
Ich konnte zwischenzeitlich in Erfahrung bringen, dass HWS-Patienten schon auffällig werden können, wenn sie bei der bekannten "Möhrchen-Übung" Kopf und Hals völlig anders führen als gesunde Pferde.
Seither ist gut ein halbes Jahr ohne Ataxie vergangen. Wetterfühlig war er immer schon, aber nun weiss ich, dass auch am Hals einiges zu beachten ist. Decke mit Halsteil. Ich füttere GSM Pur immer dazu (5g pro Tag).
Er wird heutzutage seinen Umständen entsprechend geritten. Auf der rechten Hand ist er wesentlich steifer und so einem Pferd darf man auch nicht mehr abverlangen als es anbietet. Künstlich herbeigeführte Biegung und Stellung kann erneut ein akutes Stadium mit Ataxie auslösen.
Er bekommt von mir Physiotherapie und ist bislang *klopfklopfklopf* beschwerdefrei.
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